Lerntherapie Reydt Die Pädagogische Praxis
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Rechenschwäche, Dyskalkulie

19-17 = 12; 8*5 = 13; 57+7 = 50; 45:5 = 40; aus 86 wird eine geschriebene 68
Von einer Dyskalkulie spricht man, wenn über einen längeren Zeitraum allgemeine und hartnäckige Schwierigkeiten beim Erlernen mathematischer Zusammenhänge auftreten. Dyskalkulie wird in der Regel während der Schulzeit festgestellt. Typische Zeitpunkte sind 3./4. Klasse. Leider gibt es im Gegensatz zur Legasthenie keine Verordnung des Kultusministeriums zum Umgang mit Dyskalkulie an Schulen. Häufig wird Dyskalkulie aus Unkenntnis nicht erkannt.
Ist eine Dyskalkulie sehr ausgeprägt, so dass eine seelische Behinderung befürchtet werden muss, so ist eine außerschulische, individuelle Förderung und Therapie notwendig. Es folgen dieselben Schritte wie bei einer Legasthenietherapie.

Auffälligkeiten bei der Dyskalkulie:

Zahlenfolgen werden nicht beherrscht
Impulsives Vorgehen beim Zählen und Rechnen – es wird geschätzt oder  geraten
Seitenverkehrtes Schreiben von Ziffern: 6/9 und Vertauschung von Stellenwerten: 23/32
Einmaleinslernen und Zehnerüberschreitungen gelingen nicht. Der Umgang mit  Mengen und Größen macht Probleme
Das Text- und  Sachverständnis scheitert an der Umsetzung in entsprechende Rechenoperationen

Verhaltensauffälligkeiten bei Legasthenie und Dyskalkulie:
Schulangst,  Versagensängste, Lern- und Leistungsverweigerung
Aggressivität, Impulsivität
Rückzugsverhalten, mangelndes Selbstvertrauen
Clownerie, Angeber, Muskelprotz
Hyperaktivität
Konzentrationsschwäche,  Aufmerksamkeitsstörungen
Psychosomatische Störungen z.B. Schlaf-/Essstörung, Kopf

 

 


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